Haferburg=WOHN-HAFT=9783962900120

KUUUK Verlag mit 3 U ||| Manfred Haferburg ||| Wohn-Haft ||| Roman

__________________Vorwort von Wolf Biermann

ISBN 9783962900120 (soll am 6. Dezember 2018 erscheinen, als Softcover-Papierbuch, HINWEIS: HARD-COVER und E-BOOK gibt es schon seit 2013)

ISBN 978-3-96290-012-6 | Manfred Haferburg | Wohn-Haft | KUUUK Verlag mit 3 U |

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Leseprobe zu JAN

Manfred Haferburg | Wohn-Haft

Roman, zudem mit einem Vorwort von Wolf Biermann

Die ISBN vom Papier-Buch ist 978-3-96290-012-0 (E-Book dazu gibt es bereits)

Wohn-Haft ist ein Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert. Der Leser taucht in den Alltag der DDR-Jahre ein. Er begegnet Menschen, die in dieses Land hineingeboren wurden und die sich hinter der Mauer einrichten müssen. Manche sind stark, wie die junge Lehrerin Sigi, deren Schicksal wie zufällig mit dem System kollidiert. Liebe trifft auf Dummheit und Hass. Manche sind zu schwach, den Verlockungen der Menschenfänger zu widerstehen. Wir lernen den blonden Wikinger Paul kennen, den das System zum Verräter an sich selbst und seinen Freunden macht. Manni, die Hauptfigur, begehrt auf. Aus dem Mitläufer wächst ein Mann, der versucht zu widerstehen. Wer sich nicht beugt, muss zerbrochen werden. Er wird verraten, zersetzt, gefangen und eingekerkert. Wir leiden mit im aussichtslosen Kampf des Einzelnen gegen das übermächtige System.

Die Geschichte bietet aber auch Einblicke ins Innenleben eines schier allmächtigen Apparates. Fasziniert folgen wir den Bonzen und Schergen bis in den Kopf hinein. Spitzel sind auf Spitzel angesetzt. Abgestoßen lesen wir von der Intelligenz des Bösen, von dessen Gemeinheit und Schläue. Eine Lehrstunde über totalitäre „Systeme“, wie sie als Gesamtheit funktionieren, samt genauer Beschreibungen einzelner Rädchen. Der Autor erzählt packend von menschlichen Stärken und Schwächen in einem menschenverachtenden System, dass man fast atemlos weiterliest. Dieser Roman ist so gesättigt mit realem Leben, dass man den Takt der untergegangenen Welt beim Lesen nachspüren und nacherleben kann. Wir werden erfahren, was wir eigentlich schon immer ahnten – am Ende sind Menschlichkeit und Liebe stärker als jede Diktatur.

 DER AUTOR: Manfred Haferburg | Foto: © beim Autor

Manfred Haferburg wurde 1948 im Osten Deutschlands geboren. Er wuchs in Sachsen-Anhalt auf und studierte in Dresden. Er arbeitete im Kernkraftwerk Greifswald, dem damals wohl größten Atomkraftwerk der Welt. Durch seine sture Weigerung, in die SED einzutreten, fiel er der Staatssicherheit auf. Als er sich auch noch weigerte, Spitzel zu werden, erklärte ihn die Partei zum Staatsfeind. Von seinem besten Freund verraten verlor Manfred erst seinen Beruf, dann seine Familie und zuletzt die Freiheit. Ein Irrweg durch die Gefängnisse des sozialistischen Lagers begann, der im berüchtigten Stasigefängnis Hohenschönhausen endete. Hier gehörte er zu den letzten Gefangenen, die von der Stasi entsorgt wurden. Manfred Haferburg lebt heute mit seiner Frau in Paris.

Wer soll dieses Buch besonders gerne lesen?

1. Alle Menschen, die sich für das reale (alltägliche) Leben in der DDR interessieren.
2. Alle Menschen, die lesen wollen, warum Menschen auf den Gedanken zur Flucht kommen.
3. Alle Menschen, die quasi originale Dokumente der Stasi als Teil eines Romanes lesen wollen.
4. Alle Menschen, die wissen wollen, wie der Alltag in einem Atomkraftwerk der DDR war, aus Sicht der Ingenieure und Berufstätigen dort.
5. Alle Menschen, die über einen Fluchtversuch lesen wollen.
6. Alle Menschen, die etwas über die schlimmen Haftbedingungen in Hohenschönhausen (Berlin) lernen mögen.
7. Alle Menschen, die auch in die Köpfe von Funktionären eintauchen wollen, weil der Roman verschiedene Personengruppen wiedergibt.
8. Alle Menschen, die lesen wollen, wie man in der DDR sich überhaupt ein klappriges Häuslein renovieren konnte und Baustoffe dafür zu organisieren versuchte.
9. Alle Menschen, die ein breites Bild von den Lebensgefühlen diverser Menschen im Norden der DDR (Raum Greifswald) bekommen möchten.

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DER   VERLAG   mit  3 U

Manfred Haferburg
Wohn-Haft Roman

Mit einem Vorwort von Wolf Biermann

Roman über das Leben und Aufbegehren in der DDR

In der DDR. Greifswald. Schichtarbeit im Kernkraftwerk. Lubmin. Schichtleiter. Mühsamste Hausrenovierung. Das Segelboot als kleine Flucht. Nicht Mitglied in der SED. Ein stets schwieriger Alltag.

Der Protagonist im Roman „WOHN-HAFT“ ist ein leitender Ingenieur im größten Atomkraftwerk der DDR. Als Oberschichtleiter ist er für viele Kollegen im Kraftwerk verantwortlich. Er kämpft mit den Unzulänglichkeiten der Kraftwerkstechnik aus UdSSR-Import und mit der Ineffizienz der ostdeutschen Einheitspartei-Arbeitswelt.

Erstmals dargestellt wird in diesem Roman die beeindruckende Innenansicht eines DDR-Atomkraftwerkes, der normale Alltag in einer außergewöhnlichen Arbeitswelt.

Die Stasi will an ihn ran. Und dann: Manni, die Hauptfigur, rebelliert, sagt „Nein“. Aus dem Mitläufer wächst ein Mann, der versucht zu widerstehen. Wer sich nicht beugt, muss zerbrochen werden. Er wird verraten, zersetzt, gefangen und eingekerkert. Wir leiden mit im aussichtslosen Kampf des Einzelnen gegen das übermächtige System.

Die Geschichte bietet Einblicke ins Innenleben eines schier allmächtigen Apparates. Fasziniert folgen wir den Bonzen und Schergen bis in den Kopf hinein. Spitzel sind auf Spitzel angesetzt. Abgestoßen lesen wir von der Intelligenz des Bösen, von dessen Gemeinheit und Schläue. Eine Lehrstunde über totalitäre „Systeme“, wie sie als Gesamtheit funktionieren, samt genauer Beschreibungen einzelner Rädchen.

Wohn-Haft ist ein Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert. Der Leser taucht in den Alltag der DDR-Jahre ein. Er begegnet Menschen, die in dieses Land hineingeboren wurden und die sich hinter der Mauer einrichten müssen. Manche sind stark, wie die junge Lehrerin Sigi, deren Schicksal wie zufällig mit dem System kollidiert. Liebe trifft auf Dummheit und Hass.

Manche sind zu schwach, den Verlockungen der Menschenfänger zu widerstehen. Wir lernen den blonden Wikinger Paul kennen, den das System zum Verräter an sich selbst und seinen Freunden macht. Manni, die Hauptfigur begehrt auf.

Die Leser/-innen erleiden alles mit. Das Buch erzählt packend von menschlichen Stärken und Schwächen in einem menschenverachtenden System, dass man fast atemlos weiterliest. Dieser Roman ist so gesättigt mit realem Leben, dass man den Takt der untergegangenen Welt beim Lesen nachspüren und nacherleben kann. Wir werden erfahren, was wir eigentlich schon immer ahnten – am Ende sind Menschlichkeit und Liebe stärker als jede Diktatur.

AUSZUG AUS DEM VORWORT VON WOLF BIERMANN:

>>Mir gefällt, daß der Haferburg in seinem Motto schreibt: „Für alle  diejenigen,  die  trotz  ihrer  Angst  …“  Das  ist  ein  tapferes Bekenntnis zur Angst auch der Mutigen, zur Furcht der Widersacher, zum Zittern der Rebellen und zum Recht auch der Freiheitskämpfer auf Feigheit.
Dieses Dilemma ist jeden Tag neu zu lösen: Wer hat wen? Habe ich die Angst, oder hat die Angst mich!  Und genau davon erzählt dieses Buch: vom Mut eines widerspenstigen Angsthasen, eines halb  angepaßten  Rebellen,  eines  wunderbar  unzuverlässigen Freigeistes,  eines  Ingenieurs im  größten  Atomkraftwerk,  im Prestige-AKW der DDR,  in Lubmin bei Greifswald.<<

WOLF BIERMANN WIDMET DIESEM HAFERBURG-BUCH IM VORWORT SEIN 1965 ENTSTANDENES GEDICHT:

Hier ist nichts gelogen
Nichts grad gebogen
Hier wird nichts kaschiert
Und blank poliert
Hier ist das Leben krass und klar
Verrückt und wahr
                 … verrückt und wahr !

WOHN-HAFT

Roman

Die ISBN vom Buch in der SOFTCOVER-Version ist 978-3-96290-012-6

Die Softcover-Papierbuch-Version (zusätzlich zum HARDCOVER) dieses Titels erscheint am 6. Dezember 2018.

440 Seiten

ca. 375 Gramm

14,8 cm mal 21 cm

Buchrücken ca. 2,69 cm

Softcover kartoniert

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Stichworte / Schlagworte

DDR | wohnen | Alltag | Greifswald | AKW | Atomkraftwerk | Kernkraftwerk | KKW | Ostdeutschland | Flucht | fliehen | Überwachung | Schikane | Stasi | authentischer Roman | reales Leben | verschiedene Rollen | Spitzel | IM | quasi Stasi-Text-Originale im Roman | Berlin-Hohenschönhausen | Haft | ČSSR | Lubmin | Staatsmacht | Haft | VEB | Greifswald | Alltag | KKW | Rebellion | kleines Segelboot | Paris | Bad Honnef | SED | Partei | Funktionäre | Kader | Schicht | Honecker | Fluchthelfer | Zug | Grenze | Stralsund | Rügen | Verrat | Wieck | GSM | KKW | Stasibericht | Spitzelbericht | OPK | Operative Personenkontrolle | anwerben | Schichtleiter | „die Firma“ | Pilsen | Furth im Wald | Prag | Breda | Stralsund | Saßnitz | Hafenamt | Hafen | Boot | Flucht | Umweltbeauftragter | Wandlitz | Wasserschutzpolizei | Mücheln (Oberschule) | Oberschule Geschwister Scholl | Pestalozzischule | FDJ | Silo | MfS |  Bohunice | ČSSR |  Senec | Bratislava | Slowakei | Prager Bahnhof Holešovice | Trnava | Malá Fatra | Jánošikschlucht | KKW Bruno Leuschner | Manni | Livia | Brünn | Klosterruine Eldena | „Der Ryckzieher“ | Haftanstalt Plzeň-Bory | Berlin | Eberswalde-Finow | Köln | Basel | Greifswald-Schönwalde | Elferrat | Fasching | Großkayna | Parteikontrollkommission | Parteiversammlung | Klingelkneipe | Simulator | Trainingszentrum | Trnava | Haftanstalt | Interzonenzug | MfS-Richtlinie 1/76 | VE Kombinat Kernkraftwerke „Bruno Leuschner“ Greifswald | Dänholm | Hoheneck et al.


ZITATE

HINWEIS: Die Hauptfigur Manni wird in der Operativen Personenkontrolle (OPK) von der Stasi als „Silo“ bezeichnet :

So, Silo wird unschädlich gemacht. Die Großfresse wird ihren Job in jedem Fall verlieren und für die Verweigerung der Zusammenarbeit mit uns ein bisschen gepiesackt. Aber der Mensch, unser Mensch Manni Gerstenschloss bekommt damit auch die Chance, sich in der sozialistischen Gesellschaft zu bewähren! SEITE 17 in der SOFTCOVER-VERSION

Bei der Kontaktaufnahme zeigte der Kandidat eine ablehnende Haltung. Der Kandidat dekonspirierte sich nach dem Kontaktgespräch gegenüber einem anderen IM der KD Greifswald. Inoffiziell wurde bekannt, dass der Kandidat eine negative politische Einstellung besitzt. Als feindlich negatives Element wird er weiter in einer OPK (operativen Personenkontrolle) bearbeitet. SEITE 19 in der SOFTCOVER-VERSION

Jetzt wirst du von der FDJ-Kontrollkommission abgesetzt. Wegen Vernachlässigung des vorgegebenen Themenplans des FDJ-Studienjahrs, dass du es nur weißt. Von wegen zur Negermusik tanzen statt Marx zu diskutieren! Damit ist jetzt Schluss. Und nun ab, zum Friseur. Und wage es nicht, mit Haaren über den Ohren zurückzukommen. SEITE 41 in der SOFTCOVER-VERSION

Endlich erreicht er den überdachten Amtsplatz der Grenzkontrollstelle, die „Staatsgrenze der DDR zur Bundesrepublik Deutschland“. Die Grenzer kontrollieren den Kofferraum, schauen mit einem Spiegel unter sein Auto und verlangen auch die Öffnung der Motorhaube. Martin erhält mehrere Stempel in seinen Pass und auf seine Reisedokumente. Ein Offizier sagt ihm, dass er sich in Berlin umgehend beim Abschnittsbevollmächtigten der Polizei zu melden hat. Leider kann der Offizier ihm nicht erklären, was ein Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei ist, schon gar nicht in Englisch. Er wird unwirsch und sein Ton wird eher drohend, so dass Martin keine weiteren Fragen stellt. SEITE 68 in der SOFTCOVER-VERSION

Leutnant Haukel ist sehr zufrieden. Er sieht sich schon mit den Pickeln der Würde eines Oberleutnants des Ministeriums für Staatssicherheit auf den Schulterklappen seiner Paradeuniform geschmückt. Es läuft einfach super gut für ihn. „Fliege“ und die Berliner Aufdampfer haben ganze Arbeit geleistet und das komplette Beweismaterial für die Tatbestände „Geplante Republikflucht“ und „Krimineller Menschenhandel in schwerem Fall“ schwarz auf weiß auf den Tisch gelegt. SEITE 101 in der SOFTCOVER-VERSION

Plötzlich quakt mein Handsprechfunkgerät, ein eckiger Kasten, den ich an einem Riemen über die Schulter trage. Roland Patsch, der Dispatcher meldet sich. Er ist eine Art Assistent des Oberschichtleiters. Seine Stimme klingt aufgeregt. Manni, geh schnell zum Raum E 308, ich glaube wir haben einen Unfall. An zischenden Rohrleitungen und dröhnenden Pumpen vorbei renne ich zu dem Raum für elektrische 6000-Volt-Schalter. Die Schicht führt hier heute Nacht ein umfangreiches Schaltprogramm durch, der E-Meister Klaus Wolfert ist damit beauftragt. Mit 6000 Volt ist nicht zu spaßen. Ich habe mir das Schaltprogramm selbst angesehen, 42 Punkte hatte die Checkliste. Die Tür zum E 308 steht offen. Es riecht verbrannt. Zwischen den Reihen der Schaltschränke, die aussehen wie Blech-Spinde eines Umkleideraums, kniet der Schichtleiter der Elektriker und hält ein ächzendes Bündel Mensch fest. Es riecht nach verbranntem Fleisch. SEITE 126 in der SOFTCOVER-VERSION

Der Elektroingenieur belehrt mich wichtigtuerisch, dass ein Schaltfehlerschutz für Hochspannungs-Zellen nur nach deutscher Industrienorm DIN vorgeschrieben ist. Unsere Anlage aber ist nach sowjetischer Norm GOST gebaut. Und die sieht für 6-Kilovolt-Zellen keinen Schaltfehlerschutz vor. Er verkneift sich auch die Bemerkung nicht, dass ich als Oberschichtleiter eigentlich solche Sachen wissen müsste. Wusste ich aber nicht. SEITE 128 in der SOFTCOVER-VERSION

Donalke schwitzt heftig und ist verunsichert. Haukel fährt in nunmehr leutseligem Ton fort. Der Genosse Rasche findet die richtigen IM. Alles gute Leute, mit festem Klassenstandpunkt, die wertvolle Informationen über diesen volkswirtschaftlich wichtigen Bereich liefern. In deinem Produktionsbereich haben wir ernste Informationsdefizite, Genosse. Ernsthaft gefährdende Defizite! In der C-Schicht sind von 150 Leuten nur acht in der Partei! Davon wurden im letzten halben Jahr zwei aus der Parteiorganisation ausgeschlossen, weil sie straffällig wurden. Einer hat Elektronikteile aus der Strahlenschutzwerkstatt geklaut, der andere Uhren aus den Spinden seiner Kollegen! Sie werden demnächst verurteilt. Wir haben in der C-Schicht ganze zwölf Informanten, keinen einzigen im Bereich der Schichtführung. Die Schichtführung im größten Kernkraftwerk unserer Republik ist ein äußerst sensibler Bereich, Genosse Leutnant! Da dürfen wir nicht die Zügel schleifen lassen. SEITE 159 in der SOFTCOVER-VERSION

Allerdings ist die politische Einstellung des Manni Gerstenschloss zu unserem Staat sehr negativ. Das äußert sich in sehr drastischen, krassen Redewendungen, z.B. jedes zweite Schimpfwort, vielleicht soll es ja ein Scherz sein, ist dann „Du Russe“ oder ähnliches. Es gibt eigentlich nichts im Staat, was er akzeptiert. Er schimpft und hetzt und wettert gegen alles. Das ist sehr erstaunlich, nach meiner Meinung, da er ja aus (ich will nicht sagen ärmlichen, aber aus) sehr kleinen gesellschaftlichen Verhältnissen kommt – sein Vater ist Invalidenrentner und seine Mutter ist irgendwie Wirtschaftshilfe oder so in dieser Art, so dass er sich in einer anderen Gesellschaft niemals eine solche Ausbildung hätte leisten können.
(AUS EINEM IM-ÜBERWACHUNGSBERICHT) SEITE 171 in der SOFTCOVER-VERSION

Ich gehe auf die herrschaftliche Tür des Büros der Stadträtin zu und öffne sie, ohne mich um das Gezeter der Sekretärin zu kümmern. Die Genossin Stadträtin sitzt an einem prächtigen Schreibtisch, der mindestens einhundert Jahre alt ist und blättert im „Neuen Deutschland“. Vor ihr steht eine halb ausgetrunkene Tasse Kaffee und sie hält eine rauchende Zigarette in der Hand. Völlig verblüfft über die unerwartete Störung starrt sie mich mit offenem Mund an. Ich ziehe die Bürotür vor der Nase der keifenden Sekretärin zu und erkläre der Stadträtin etwas atemlos mein Anliegen. Zu oft bin ich von ihren Mitarbeitern abgewimmelt worden, als das ich mich heute wieder unverrichteter Dinge würde wegschicken lassen. Nach ein paar Sätzen von mir hat die Genossin ihre Fassung wiedergewonnen und faucht mich an, Wie können Sie es wagen, hier derart einzudringen. Machen Sie, dass Sie hier rauskommen oder ich werde Sie von der Volkspolizei entfernen lassen! Nun fauche ich zurück. Ich habe begriffen, dass ich hier nichts ausrichten kann. Soll sich die Bonzin wenigstens richtig ärgern. SEITE 179 in der SOFTCOVER-VERSION

Kropinski fühlt sich bestätigt. Hatte ich doch die richtige Nase, Erich. Das ist keine normale Eingabe unserer Menschen, das ist Rebellion! Honecker nickt und liest weiter. Sie stehen immer noch in der geöffneten Tür des Einfamilienhauses. Der ordentlich gepflegt Garten ist nicht gerade ein Kleinod der Gartenarchitektur. SEITE 187 in der SOFTCOVER-VERSION

Die Merwenke beugt sich vor und zischt, Genosse, willst du weiterhin behaupten, dass Teile unserer werktätigen Bevölkerung die sozialen Errungenschaften unseres Arbeiter- und Bauern-Staates missbrauchen? Worauf begründest du diese unsinnige Meinung? Hast du offizielle Zahlen, die das beweisen? Und wo bleibt dein Klassenstandpunkt? SEITE 191 in der SOFTCOVER-VERSION

Um 15:12 Uhr verlies „Silo“ das Wohnhaus wieder und begab sich zu seinem PKW. Nach dem er in diesen eingestiegen war, fuhr er zur Makarenkostraße und bog in Richtung Karl-Liebknecht-Ring ab. Zu diesem Zeitpunkt kam eine unbekannte männliche Person aus Richtung Ernst-Thälmann-Ring mit einem Fahrrad. Dieser unbekannten männlichen Person hupte und winkte „Silo“ zu. Nachdem die unbekannte männliche Person gehalten hatte, setzte sich „Silo“ auf den Beifahrersitz und sprach mit diesen ca. 2 min. Die Aktivität im Gespräch ging von „Silo“ aus. Nach der obengenannten Zeit trennten sich beide formlos und „Silo“ fuhr weiter in die genannte Richtung. Die unbekannte männliche Person begab sich in das Wohnhaus Makarenkostraße 34
(AUS EINEM  //verlies = Stasi-Fehler// STASI-ÜBERWACHUNGSBERICHT) SEITE 205 in der SOFTCOVER-VERSION

15. Tag für den 14.04.83 von 07.00 Uhr bis 20:30 Uhr Die Beobachtung von „Silo“ wurde zum obengenannten Zeitpunkt am Wohnhaus in Greifswald Wieck wieder aufgenommen. Der PKW befand sich an der gleichen Stelle wie am Vortag. Um 10:15 Uhr wurde ein Fenster in Richtung Dorfstraße geöffnet und Silo schaute für ca. 2 min aus diesem. Um 10:17 Uhr wurde das Fenster wieder geschlossen. Um 12:55 Uhr verließ „Silo“ das Wohnhaus und begab sich zum PKW. Er war bekleidet mit einer dunkelblauen Jacke und Jeans. Bis um 13:15 Uhr putzte er die Scheiben seines PKW. Danach begab er sich zu den Müllcontainern vor dem Wohnhaus und warf einen kleinen hellen Gegenstand hinein. Anschließend betrat er das Wohnhaus. Um 14:25 Uhr verließ er das Wohnhaus und begab sich wiederum zu den Müllcontainern.
(AUS EINEM STASIÜBERWACHUNGSBERICHT) SEITE 226 in der SOFTCOVER-VERSION

Onkel Burkhard, sage ich, du weißt genau, dass wir in der Falle sitzen. Wohn-Haft DDR, wir sind am Arsch. Wenn wir einen Antrag auf Ausreise stellen, dann schaufeln wir für die nächsten zehn Jahre Braunkohle im Tagebau Bitterfeld. Unsere Töchter können bestenfalls an der Kasse der Kaufhalle arbeiten. Dazu fehlen mir Ausdauer und der Mut. Wenn wir über die Grenze abhauen, schießen sie uns wie Hasen ab oder sie fassen uns und wir verfaulen in Bautzen, heldenhaft. SEITE 232 in der SOFTCOVER-VERSION

Objektdienststelle Greifswald Greifswald, 15.09.83 Betr. Neuanwerbung von Informellen Mitarbeitern, Zur Sicherstellung der Aufdeckung feindlich negativer Aktivitäten beim Betrieb der Blöcke des KKW „Bruno Leuschner“ ist die Einflussnahme des Ministeriums für Staatssicherheit auf den Schichtbetrieb deutlich zu erhöhen. Unter den Neueinstellungen von Hochschulabsolventen für den Bereich Betrieb des KKW „Bruno Leuschner“ sind acht neue IM anzuwerben. (STASIDOKUMENT) SEITE 238 in der SOFTCOVER-VERSION

Livia ist anders. Sie zieht mich nicht nur durch ihre Schönheit, sondern eher durch ihren Intellekt an. Ich sehe ihr Gesicht und denke, Sie wird auch noch als alte Frau schön sein. Ich bin so in Gedanken, wieder ist mir ein Teil ihrer Erzählung entgangen. Ich reiße mich zusammen. SEITE 262 in der SOFTCOVER-VERSION

Die Zeit ist reif. Burkhard und ich sind wild entschlossen, „rüberzumachen“. Er plant seine Flucht mit dem Boot, es hat Jahre gedauert, die Segeltour nach Riga zu organisieren. Ich mache eigene Pläne mit Livias und Martins Hilfe. SEITE 275 in der SOFTCOVER-VERSION

Die ersten Kalaschnikow-Salven pfeifen um seine Ohren. Klaus rennt durch einen Kiefernwald. Er weiß, dass er schon in Bayern ist. Die kurzen, weißen Markierungspfähle der bundesdeutschen Grenze sind schon 150 Meter hinter ihm. Sie schießen jetzt gezielt auf ihn, die Kugeln zwitschern dicht an ihm vorbei, als er Haken schlägt, wie ein Hase. In einer Senke, im toten Winkel, lässt er sich außer Atem auf den Waldboden fallen. Der Teppich von Tannennadeln duftet, als er sein atemloses Gesicht hineindrückt. SEITE 301 in der SOFTCOVER-VERSION

Ich bin jetzt hier mit sechs tschechischen Kriminellen auf dieser winzigen Fläche zusammengepfercht. Dies ist mehr, als die meisten Menschen ertragen können. Es gibt ständig Aggressionen und Streit um einen Ecken-Sitzplatz auf dem Fußboden, um den Schlafplatz an der Stirnwand, weg vom Kloakenloch, um das Schnarchen, um das Essen, um einen Blick, einfach um alles. Es gibt hier nur eine Hierarchie – die der brutalen körperlichen Gewalt. SEITE 305/306 in der SOFTCOVER-VERSION

Trotzdem fange ich an, zu zittern. Ich höre die Schritte von mehreren Leuten und bekomme Panik. Ich höre ein doppeltes metallisches Klacken, wie eine Pistole, die durchgeladen wird. Das können die doch nicht machen! Draußen bricht das Regime zusammen und hier drin soll ich vorher noch abgeknallt werden wie ein Stück Vieh? Gott im Himmel, bitte nicht das! Ich will doch noch Paris sehen. Ich zittere am ganzen Körper und habe furchtbare Angst, mir in die Hose zu pissen. SEITE 379 in der SOFTCOVER-VERSION

Sie haben wenig Geld. Die 340 Mark vom Sozialamt müssen jetzt für beide reichen. Manni ist unfähig oder zu ängstlich, sich das „Begrüßungsgeld“ zu holen. Er ist bei den Behörden noch nicht registriert und erhält demzufolge keine sozialen Zuwendungen. Livia schleppt ihn zum Arzt. Sein Blutbild ist eine Katastrophe. SEITE 405 in der SOFTCOVER-VERSION

Die Polizei wird im Dunkeln tappen. Es gibt weder ein Motiv, noch eine Tatwaffe, noch überhaupt irgendwelche Verdächtige für den Raubmord. Es bleibt der Greifswalder Kripo nichts weiter übrig, als den Fall auf den kleinen Stapel der unerledigten Raubdelikte mit schwerer Körperverletzung zu legen. SEITE 420 in der SOFTCOVER-VERSION

Bravo, Genossen Tschekisten – Gratulation, gute Arbeit! Es hat funktioniert. Ihr habt meinen Ruf diskreditiert, bis am Ende kein Hund mehr ein Stück Brot von mir nehmen wollte. Ihr habt mein Selbstvertrauen nachhaltig erschüttert und untergraben. SEITE 435/436 in der SOFTCOVER-VERSION


Das Softcover-Buch zu WOHN-HAFT hat 440 Seiten. Ab 6.12.2018 ist WOHN-HAFT nun auch als SOFTCOVER erhältlich.

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