Der neue Roman von Funda Agirbas erscheint am 7. Dezember

Funda Agirbas hat den Roman über einen jungen Mann, alss genauer: einen 16-jährigen Jugendlichen, fertiggestellt. Ganz genau hat sie sich in diese Männergestalt hineingedacht, hineingefühlt, hat die Sprache und das Denken der Jugend genau nachvollzogen und „lebensecht“ in Worte und Sätze gebracht. Der ICH-Erzähler berichtet von den Ereignissen, die später dann sein Leben bestimmen werden.

Es wurde also eine Art „Jugendbuch“, welches sicherlich auch die Erwachsenen „verschlingen“ (lesen) werden, um endlich mal zu begreifen, wie junge Menschen in der sogenannten Adoleszenz „ticken“ oder (zudem) in ganz bestimmten Charakterfällen sich verhalten könnten.

Jan, 16, erzählt selbst: schnoddrig, direkt. Ein Jugendlicher und sein Bericht von den seltsamen und beängstigenden Dingen, die ihm Tag für Tag widerfahren. (Ja, es ist ein Sommer, der sein Leben für immer ändern sollte.)

Die kleine Familie zieht in eine neue Stadt. Dort trifft Jan auf einen Jugendlichen, er nennt ihn »den Jungen“, der alles zu haben scheint, was ihm selbst abgeht: Charme und Charisma, Schönheit und Erfolg, ja, auch unverfrorene Kühnheit – und vor allem ein richtig spannendes Leben. Mit ihm entdeckt Jan vorsichtig und misstrauisch die Dinge, die Spaß machen, Partys, Sex, bizarre Unternehmungen. Jan wird de facto aber nur benutzt. Das kapieren die Leser schneller als Jan.

In immer beklemmenderen Windungen nähern wir uns dem Geschehen. Jan und die nackte Wahrheit! Voll subjektiv, bisweilen naiv, aber auch noch klug. So lesen wir es.

Jan ist auch deswegen genauso, wie er ist, weil er schon früh ein ihn prägendes Ereignis miterleben musste. In der alten Stadt. Und weil offenbar selbst diejenigen, die ihn lieben, seine Familie, nicht verstehen, was es heißt, als Jugendlicher mit so einem Trauma zu leben. In der neuen Stadt. Es ist die Einsamkeit eines ziemlich behüteten Jugendlichen. Seine Sicht auf die Welt ist schräg und weise zugleich, reflektiert auf jeden Fall.

Der Roman »Jan« zeigt ein recht klares und dabei oft auch skurril-absurdes Bild der Welt, in der junge Menschen sich heute wiederfinden können. Was mit Drogen und harmlosen Streichen beginnt, endet da, wo Jan nicht mehr umkehren kann.

Funda Agirbas lebt in Berlin und arbeitet als freie Autorin und Journalistin. Ihr erstes Buch »Lui – gemeinsam gegen die Ratten« erschien 2015. Im Jahr 2017 erhielt sie das Literaturstipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zur Fertigstellung ihres Romans »Jan«.

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