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 DER   VERLAG   mit  3 U                                                                       

Anne Haferburg

ICH HÄTTE DICH 

GELIEBT

Roman

 FRONT COVER Anne Haferburg ICH HÄTTE DICH GELIEBT - KUUUK VERLAG mit 3 U - Königswinter - 420 x 597 pix - 72 dpi
 


 INFO zum Buch

 

EAN                           9783939832119

ISBN                     978-3-939832-11-9

Bestellnummer bei KUUUK      832119

 

Erschienen am 6. März 2009

 

Bestellnummer:  832119 für das Buch 

"ICH HÄTTE DICH GELIEBT"

 

PREIS 12,- EURO  + normales Porto

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Format: 14,8 x 21,0 cm, 190 Seiten, Rückenstärke mit Umschlag: ca. 11,00 mm, 

Gewicht 257 g, Umschlag 280 g/m², 

Chromosulfat, Papier 80 g/m², 1,5-fach Volumen, 

Umschlag: zweifarbig, 2/0, 2 Schmuckfarben von PANTONE, Innenteil: schwarz, 1/1

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BUCH-INNEN-"KLAPPEN"-TEXT:


Claras Vater ist tot. Der Mann, der in ihrem Leben bis jetzt keine Rolle gespielt hat, meldet sich aber post mortem dennoch zu Wort. Er hinterlässt einen Brief, in dem er sie mit seiner widersprüchlichen Geschichte konfrontiert. Dabei erfährt Clara nicht nur, weshalb ihr Vater für sie verschwunden war, sondern auch Neues über ihre Mutter, die sie wirklich zu kennen glaubte. Aus den Puzzlesteinen versucht Clara, sich ein wahrhaftiges Bild zu machen, und rüttelt dabei an ihren eigenen Grundfesten. Warum ist sie überhaupt da? Wofür? Sie hinterfragt ihre gescheiterte Beziehung zu Kai und stürzt sich in verwirrende Gefühle für ihre neue Freundin Luise.
In lebendiger und klarer Sprache wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die einem Geheimnis auf die Spur kommt und dabei ihren bis dahin unsichtbaren Vater kennenlernt. Die Autorin nimmt uns mit in anrührende Bilder einer ungewöhnlichen Liebe gegen die Tabus der Zeit. Scheitern oder Gelingen? Wie funktioniert das Leben?  
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Anne Haferburg wurde 1979 in Greifswald geboren. Die gelernte Werbekauffrau arbeitet und lebt seit 2003 in ihrer Wahlheimat Wien. „Ich hätte Dich geliebt“ ist ihr erster Roman.


 

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BUCH-AUSSEN-"KLAPPEN"-TEXT:

                                                       
"Ich wollte mich wehren, aber ich hatte das Gefühl, einen Roman zu lesen, bei dem ich mir wünschte, das alles gut ausgehen würde. Ich schüttelte den Kopf, über meinen Anfall von kitschiger Irrationalität." Genau das denkt Clara, als sie den Brief ihres nie gekannten und bereits toten Vaters liest, aus dem sie erfährt, was ihre Mutter ihr ein Leben lang verschwiegen hatte. Wer war der Mann, der sie gezeugt hatte und dann für immer verschwand?
 

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INHALT


1.  Waisenkind                                                            9 

 2.   Hoffnungsschimmer                                            24

 3.  Mamma Mia                                                       32

 4.  Das Spiegelei                                                       40

 5.  König von Zauberland                                         53

 6.  Kleines Schwarzes                                               75

 7.  Schmetterlingskind                                              97

 8.  Der Kuss                                                             114

 9.  Vorahnung                                                         139

10. Gewissensbisse                                                    161

11.  Lieber Louis                                                      180

      Epilog                                                                189

TEXTAUSZÜGE:


Obwohl ich wie verrückt dagegen ankämpfte, kamen mir die Tränen. Ich konnte noch so lange laufen und trotzdem würde niemand da sein, wenn ich verschwitzt und durstig wieder in der Wohnung ankäme. Niemand, der mich zu meinem sportlichen Ehrgeiz beglückwünschte. Keiner, der mir ein Glas Wasser reichte und sagte: „Du stinkst, geh duschen.“

    Ich heulte Rotz und Wasser. Doch nach zwei weiteren Kilometern schlug die Trauer in Wut um. Ich hatte einen Vater gehabt, der von mir wusste. Der wahrscheinlich im Angesicht des Todes zur Besinnung kam und seiner Tochter sagen wollte, dass ihm alles sehr leid tue. Ja, damit rechnete ich. Mit einer Entschuldigung oder dem Versuch einer Erklärung. Für mich bestand nicht mal mehr die Chance, ihn und seinen Schrieb zu ignorieren. Dafür hätte er zumindest noch leben müssen. Ich konnte ihm auch nicht mehr sagen, dass es mir an einem Vater nicht gefehlt hatte. Dass meine Mutter und ich uns genug waren. Dass wir uns liebten und vertrauten. Obwohl wir von zwei verschiedenen Planeten kamen und der Altersunterschied sich oft bemerkbar machte – zwischen uns fehlte immerhin eine Generation. Trotzdem. Dieser Mann war nie da gewesen. Er hatte seine Tochter negiert. Am Ende hinterlassen solche Dinge immer Spuren.
    So schnell ich konnte, rannte ich zurück in die Wohnung. Ich war mir sicher, dass ich den Leuten von dem  Beerdigungsinstitut meine Meinung sagen wollte. Sollten die wenigstens ihr Fett abbekommen. Aber es war zu spät. Niemand hob ab. Als ich gerade auflegte, klingelte es.

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Kurz vor vier klingelte ich bei dem Bestattungsinstitut. Eine Frau öffnete mir und strahlte mich an, als sei ich der Grund für eine Überraschungsparty. Ihr rotes Wickelkleid war eindeutig zu aufreizend für einen Ort der Trauer. Ich stellte mich vor und schüttelte ihre zierliche Hand.
„Damter. Schön, dass Sie gekommen sind.“
Sie trat einen Schritt zur Seite und bat mich hinein. Innen war alles weiß getüncht und es roch nach Holz. War das der Geruch von Särgen? Ich folgte ihren schwingenden Hüften und wir setzten uns gegenüber.
„Clarissa, darf ich Ihnen sagen, dass ihr Vater ein sehr guter Mensch war. Ich weiß, Sie kannten ihn nicht, und ich weiß nicht viel über Ihre Familiengeschichte, aber ich bin sicher, dass er sich gefreut hätte, Sie hier zu wissen.“
Mir fiel beim besten Willen nicht ein, was ich dazu sagen sollte. Es war genau das, was ich befürchtet hatte.
„Er starb viel zu früh. Er hatte Krebs. Ich habe einen Brief für Sie. Von ihm geschrieben. Sie bleiben doch bis zur Beerdigung?“
„Das kann ich Ihnen nicht genau sagen, denn ich habe ein Leben und einen Job, und ich weiß nicht genau, ob ich Zeit habe.“
Frau Damter schien verstört, blieb aber freundlich.
„Ich kann mir vorstellen, dass das alles nicht so einfach für Sie ist. Aber dass Sie gekommen sind, zeigt doch, dass es Sie ...“
„Nicht kalt lässt? Oder was wollten Sie sagen? Hatte er keine Familie, die sich jetzt um alles kümmert? Kinder? Was man halt so hat.“
„Sie sind die einzige Angehörige. Soviel ich weiß. Und er hat sich bereits um alles gekümmert. Es ging ihm um den Brief und um ein Bild, das er gemalt hat. Möchten Sie denn seine Wohnung nicht sehen?“
„Wenn das sein muss. Er war also Künstler?

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Jetzt kommt gleich die Pflegerin. Johanna. Keine heilige Johanna. So viel steht fest. Sie ist ein strenges Biest mit einem verkniffenen Gesicht. Wenn ich nicht schon kurz vorm Absprung wäre, hätte sie mir sicher hier und da eine geklebt. Zum Beispiel, weil ich immer noch rauche. Das wäre ja auch noch schöner. Jetzt aufzuhören macht nun wirklich keinen Sinn.
    Ich hoffe, Du rauchst nicht, Clara. Deine Mutter hat es gehasst, wenn ich geraucht habe. Damals habe ich mir meine Zigaretten selbst gedreht. Ich war schnell wie der Wind. Im Akkord konnte ich die Dinger herstellen. Deine Mutter hat gesagt, ich würde stinken wie ein verkohlter Müllhaufen. Von da an habe ich nur noch geraucht, wenn sie nicht dabei war. Ich habe mir wie verrückt die Zähne geputzt und Kaugummis wie Brot gegessen. Sie hat es trotzdem  gemerkt. Aber das war schon viel später.

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Ich wollte meine neue Freundin am Abend unbedingt sehen. Es mochte seltsam sein, aber ich vermisste sie. Ich hatte noch nie jemanden wie sie getroffen. Ihre Art, wie sie über sich lachen konnte, amüsierte mich. Sie nahm das Leben gerade ernst genug, um auch traurig sein zu können. Sie nahm meine Worte auf, drehte sie um und spuckte sie wieder aus. Und ich verstand, was sie meinte.
    Ich hatte nie eine Freudin gehabt. Schon gar keine Beste. Jemanden zum Um-die-Häuser-Ziehen und zum Gemeinsam- älter-Werden. Von Willy mal abgesehen. Ich hatte immer das Gefühl, mich bemühen zu müssen. Um Konversation. Um Spaß. Ich konnte mich von außen beobachten, wie ich da saß und eigentlich gar nicht ich war, sondern jemand, der sich so gut wie möglich an sein Gegenüber anpasste. So kam es, dass ich immer passiver wurde und mir die Geschichten meiner potenziellen Freundinnen anhörte. Dabei war ich zu Tode gelangweilt. Es interessierte mich nicht, welchen Jungen sie gerade anhimmelten oder warum sie unbedingt bei dieser oder jener Party eingeladen werden wollten.
    Ich fragte höflich nach und sagte an passenden Stellen irgendwas Belangloses. Meistens war ich nach kurzer Zeit so überdrüssig, dass ich mich rar machte. Ich versteckte mich regelrecht. Das hielt ich so lange durch, bis auch die anderen das Interesse verloren. Was mich verwirrte, war die Hartnäckigkeit, mit der sie an mir dran blieben. Sie mussten doch genauso gespürt haben, dass da nichts war, was es galt zu vertiefen. Diese Selbstverständlichkeit mit Luise war mir neu. In ihrer Nähe war ich wunderbarerweise ganz bei mir. 

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OSTSEE-ZEITUNG.DE

Wochenendausgabe, 18. April 2009  |  Hansestadt Greifswald

Junge Autoren starten durch

Greifswalds junge Leute schreiben und zeichnen gern. Gleich drei neue Werke, darunter zwei Romane, kamen dieser Tage in die Bücherläden und warten dort auf zahlreiche Käufer.

Greifswald Und alle drei Bücher sind durchaus empfehlenswert. Beginnen wir mit Kristian Salewski und seinem „Typisch Greifswald - Sichtweisen eines Cartoonisten.“ Der Name des 1974 in der Universitäts- und Hansestadt geborenen und hier lebenden jungen Mannes dürfte vielen OZ-Lesern ein Begriff sein, denn seit 2005 zieren seine Cartoons auch die Lokalseiten unserer Zeitung. Viele dieser lustigen Zeichnungen finden sich in seinem Buch wieder. Salewski, der an der Grafik und Design-Schule Anklam studiert hat, ist dabei beeindruckend aktuell: Denn er lässt kaum ein kommunalpolitisches Projekt aus, in das er sich mit seinem Zeichenstift nicht einmischt. Egal ob es sich dabei um die sich im Bau befindliche Stadthalle, das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin oder die nicht ganz unumstrittene Bahnparallele handelt: Frech und witzig setzt Salewski, der bereits für viele Werbeagenturen und die Greifswalder Kunstwerkstätten tätig war, seine Pointen und veranlasst den Betrachter dabei nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken. Und bei genauem Hinsehen, erkennt man sogar den einen oder anderen Bekannten in seinen Cartoons. Was will man mehr?

Das Buch, das im 2007 gegründeten Otto-Johann-Verlag, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Künstler der Region zu publizieren, erschien, ist ansprechend aufgemacht und eignet sich daher auch hervorragend als Geschenk. Neben den „Sichten eines Cartoonisten“ erschien dieser Tage noch ein zweites Buch im kleinen Lubminer Verlag. Ein Roman. Sein Titel: „Auf Abwegen“. Autor ist ebenfalls ein junger Greifswalder. Auch sein Name taucht hin und wieder in der OSTSEE–ZEITUNG auf. Es handelt sich um Maximilian Klug. Möglich, dass ihn der eine oder andere Leser vielleicht bei seiner bisherigen Lektüre übersehen hat. Maximilian schreibt nämlich für die Lokalsportseite, weil er neben seinem Hobby auch sportlich aktiv ist. Er ist Fußballer beim Bezirksligisten FSV Blau-Weiß Greifswald. Aber keine Angst: Sein Roman handelt nicht vom runden Leder, sondern er ist die Geschichte eines Mannes, der erst lernen muss, was Liebe bedeutet, der seine Frau verliert und erneut um sie kämpft. Dieser Held ist Thomas Dell. Er lebt bereits drei Jahre im norwegischen Egersund. Dort versucht er den Frust der Trennung von Helen, seiner großen Liebe aus Studentenzeiten und späteren Frau zu verarbeiten. Doch dann stirbt deren Mutter und Thomas kehrt zurück in ein längst vergessen geglaubtes Leben. In den Kreis seiner Familie. Nach Greifswald. Maximilian Klug erzählt die Geschichte einfühlsam, mit viel wörtlicher Rede. Man liest sein Buch schnell, weil es spannend ist. Maximilian versteht das Schreiben.

Obwohl er im Dezember 2008 erst 21 Jahre alt geworden ist, legt der jetzige Deutsch- und Philosophiestudent mit „Auf Abwegen“ bereits sein drittes Buch vor. In Kürze soll es auch eine Lesung mit ihm geben, teilte sein Verlag mit.

Dritte im Bunde der jungen Autoren ist Anne Haferburg. Sie wurde 1979 geboren und wuchs in Wieck auf. Sie besuchte dort die Grundschule und in Greifswald das Humboldtgymnasium, unterbrochen von einem einjährigen Aufenthalt in Texas (USA). Seit 2003 lebt die gelernte Werbekauffrau jetzt in Wien. Auch sie legte einen Roman vor. Er ist im KUUUK-Verlag Königswinter erschienen. Das Unternehmen mit den drei U nennt sich selbst einen innovativen Verlag auf dem Gebiet Kunst und Kultur, Sprache, Literatur, Sach- und Fachbuch. Besonders fördert er Projekte, die kreativ sind. Und genau das ist „Ich hätte Dich geliebt“. Ebenso wie „Auf Abwegen“ ist es als Taschenbuch in Softcover erschienen. Auch Anne Haferburg wählt in ihrem Erstlingswerk die Liebe als Hintergrund der Story. Es geht um Gefühle zwischen den Geschlechtern,als auch um das Hingezogenfühlen zum eigenen Geschlecht.

Zur Handlung: Claras Vater ist tot. Der Mann, der in ihrem Leben bislang keine Rolle gespielt hat, meldet sich aber kurz vor seinem Ableben - per Brief. Er konfrontiert seine Tochter darin mit seiner widersprüchlichen Geschichte. Das Mädchen erfährt, warum er verschwand. Viel Neues entdeckt sie auch über ihre im Vergleich zum Vater zwanzig Jahre ältere Mutter, die bereits tot ist. Für Clara stellen sich viele Fragen. Auch die nach dem eigenen Ich. Sie hinterfragt, warum sie überhaupt da ist. Und sie hinterfragt ihr bisheriges Leben, das vor allem durch ihre gescheiterte Beziehung zu ihrem Freund Kai belastet scheint. Ebenso stellt sie sich ihren Gefühlen zu ihrer Freundin Luise.

Alle drei Bücher der jungen Greifswalder Autoren sind ab sofort in den Buchhandlungen zu haben. Viel Spaß beim Lesen und Betrachten!


REINHARD AMLER

siehe auch: http://www.kuuuk.com/presseberichte.htm


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